Karate Ni Sentenashi

"Im Karate gibt es keinen ersten Angriff"

Okinawa-te

Mit Karate verbindet man Okinawa bzw. Japan. Das heutige Karate hieß früher Okinawa-Te, eine waffenlose Kampfform, die zusammen mit chinesischen Kempomeistern in Naha und Shuri des 14. Jahrhunderts praktiziert wurde, ohne dabei noch weiter zurück in die Geschichte einzugehen. 
Karate diente damals als eine Form der Selbstverteidigung der Einwohner Okinawas. Nach dem Zusammenbruch der Sho-Dynastie 1470 herrschte in Okinawa (damals Ryukyu) Gewalt und Unruhe. Um die Lage zu beruhigen wurde ein allgemeines Waffenverbot verhängt und u.a. Schwerter konfisziert. Das brachte deshalb die Adeligen-Meister dazu (nur diese hatten bis dahin die Künste des Karate und des chinesischen Kempo gelehrt/gelernt) Karate im Geheimen weiter zu praktizieren bzw. weiterzuentwickeln. Geheim gehalten und weiterentwickelt wurde zu dieser Zeit auch das Kobudo (Kunst der kleinen Waffen), bei dem Fischer und Bauer als "Waffen" Werkzeuge wie ein Dreschflegel (Inspiration für Nunchaku) verwendeten. Im 18. und 19. Jahrhundert reisten einige Meister des Okinawa-Te (Shuri-Te, Tomari-Te) nach China (Fukien), um Kempo zu studieren. Einer dieser damaligen Großmeister ist Higaonna Kanryo, der 15 Jahre in China verbrachte und später als Gründer des Naha-Te Stils in Okinawa bekannt wurde.

Naha-Te

Higaonna Kanryo lernte zunächst mit 16 Jahren in Naha Kempo von einem Meister, der aus Fukien (China) stammte. Mit 21 Jahren beschloss Higaonna Kanryo Naha zu verlassen, um sich per Schiff nach Foochow (eine okanawanesische Siedlung in China, praktisch ggüber) zu begeben. Der Hafen von Naha war zu dem Zeitpunkt der Hauptsitz des kommerziellen Handels zwischen Chinesen und den Einwohnern Okinawas. 15 Jahre lang trainierte Higaonna Kanryo an der Seite des berühmten Shaolin- Kempomeisters Ryu Ryuko. Ziemlich schnell wurde Higaonna Kanryo zum besten Schüler Ryukos. Das Sanchin- Training gehörte zu seinem Spezialgebiet. Nach seiner Rückkehr in Naha praktizierte Higaonna zusammen mit seinen Schülern die durch das Kempo erweiterte Te-Kunst weiter. Er gründete sein eigenes Te- Dojo und unterrichtete Te in der Hochschule von Naha. Auch die königliche Familie wurde durch ihn in den Te- Künsten unterrichtet. Das Training in seinem Dojo war hart und nur wenige Schüler blieben. Higaonna Kanryo schaffte es dennoch seine Kampfkunst in Okinawa (gehörte damals nicht zu Japan) so rasch zu verbreiten, dass sie in jener Zeit als Naha-Te in die Geschichte einging. Bevor Higaonna Kanryo im Jahre 1916 verstarb, lehrte er seinem bis dahin besten und resistenten Schüler Miyagi Chojun 15 Jahre lang u.a. das intensive Training der Sanchin- Kata. Nach Higaonnas Tod übernahm Miyagi mit 29 Jahren die Verantwortung über die Kampfkunst Naha-Te.

Goju Ryu

Miyagi Chojun war ein Meister des Katatrainings, er entwickelte die heute bekannte offene-Hand-Kata "Tensho", sein wahres Meisterstück. Weitere Meisterstücke waren die Kata "Gekisai-Dai-Ichi" und "Gekisai-Dai-Ni". In den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde Karate durch Vorführungen bekannter, u.a. durch den Besuch des damaligen japanischen Kronprinzen (Kaiser) Hirohito in Okinawa. Ab da sollte Karate nun auch außerhalb Okinawas Bekanntheit erlangen. Das bereitete Miyagi Sorgen, weshalb er 1926 beschloss den Karate Research Club in Naha zu gründen, um die ursprünglichen und kulturellen Werte des Karate zu schützen. Miyagi Chojun sagte damals schon die weltweite Verbreitung von Karate voraus. 
Bereits zu jener Zeit verband man mit den Namen Miyagi Chojun das Naha-Te, mit dem Namen Hanashiro Chomo das Shuri-Te und mit Mabuni Kenwa das Tomari-Te und Shuri-Te. Miyagi ist heute aber dennoch für die Stilrichtung Goju Ryu bekannt. Die Geschichte erzählt dass 1930 bei einem - von Kaiser Hirohito beauftragten All Japan Martialisch Art - Wettkampf, ein Schüler Miyagi namens Shinzato Jinan eine Kata vorführte, die nicht nur dem Kaiser gefiel, sondern auch einem Meister des Kobudo, der ihn daraufhin fragte welcher Schule  (Stilrichtung) er angehöre. Shinzato Jinan wusste zunächst nicht was er genau antworten soll und berichtete nach seiner Rückkehr nach Okinawa seinem Sensei Miyagi darüber. In diesem Moment entschied Miyagi dieser, seiner eigenen, Stilrichtung einen Namen zu geben. Der name Goju Ryu (hart und sanft) war geboren. Er war der erste Karatemeister, der seiner Stilrichtung einen speziellen Namen gab. Im Jahr 1933 wurde Goju Ryu im Rahmen einer Konferenz des "Butoku-Kai", Japanese Martial Arts Committee" als eigene Stilrichtung offiziell registriert. Meister Miyagi verbreitete persönlich das Goju Ryu Karate im In- und Ausland. Er unterrichtete an Universitäten und wurde nach Ende des 2. Weltkrieges im Jahr 1946 sogar Direktor der Okinawas Civil Association of Physical Education und war ebenso Karatelehrer an der Polizeiakademie in Okinawa uns später auch in Westjapan. 1953 verstarb Miyagi Chojun. Seine Nachfolger und Verbreiter des Goju Ryu Karate wurden in Okinawa Meitoku Yagi und in Japan Gegen Yamaguchi.

Kara-Te

Der Name Kara-Te entstand schließlich aus einer politischen Entscheidung von Vertretern mehrerer Stilrichtungen, allen voran Funakoshi Gichin, um die bis dahin vorherrschende Bezeichnung "Chinesische Hand" in chinesischen Schriftzeichen auf "leere Hand" in japanischen Schriftzeichen zu ändern und die Verbindung zu China auszulöschen.

4 bedeutendste Karateschulen in Okinawa

5 bedeutendste Karateschulen in Japan


EIICHI MIYAZATO

Geschichte folgt............

YOSHIHIRO MIYAZATO

Geschichte folgt.....